Funktionierende Infrastruktur für Gewaltschutz ist notwendig

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Angesichts der heute verkündeten Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (Befragung zum Dunkelfeld der Gewaltbetroffenheit in Deutschland) äußert sich Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer beim Paritätischen Gesamtverband, betroffen. „Die heute vorgestellten Zahlen sind ein Schock.“ stellt Joachim Rock fest und führt dazu weiter aus: „Das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in Deutschland übersteigt die polizeiliche Statistik bei weitem. Die Dunkelziffer ist erschreckend hoch. Gewalt findet dort statt, wo die Öffentlichkeit nicht hinschaut: in Familien, Partnerschaften, in den eigenen vier Wänden – und vor aller Augen in den sozialen Medien.“ Der Bedarf an Schutz, Beratung und Prävention ist, nach den Worten des Hauptgeschäftsführers, weitaus größer als bislang angenommen. Joachim Rock fordert deshalb: „Wir brauchen dringend einen massiven Ausbau von Schutzhäusern und Beratungsstellen für alle Betroffenen, unabhängig vom Geschlecht. Wir brauchen gezielte Investitionen in Familienarbeit und in die Arbeit mit Täterinnen und Tätern, damit Gewalt gar nicht erst entsteht.“ Weitere Einzelheiten zu dieser Studie sind auf der Website des Bundeskriminalamtes zu erfahren.

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