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DÜSSELDORF (kobinet) Nach aktuellen Angaben von IT.NRW werden 72 Prozent der häuslichen Pflege in Nordrhein-Westfalen von Frauen geleistet – also fast drei Viertel. Mit dem Blick auf den Internationalen Frauentag rückt der Sozialverband VdK diese strukturelle Ungleichheit besonders in den Fokus, denn die Frau zahlen dafür auch einen hohen Preis. „Der hohe Preis dafür zeigt sich in unterbrochenen Erwerbsbiografien, häufiger Teilzeit, geringeren Einkommen und entsprechend niedrigeren Rentenansprüchen“, sagt VdK-Vizepräsidentin Katharina Batz, „Pflegeverantwortung bedeutet für viele Frauen nicht nur emotionale und körperliche Belastung, sondern auch langfristige finanzielle Nachteile.“ Die Arbeitsgruppe Frauen im Sozialverband VdK NRW macht diese Zusammenhänge sichtbar und fordert deshalb bessere Rahmenbedingungen wie eine stärkere sozialrechtliche Absicherung pflegender Angehöriger, verlässliche Entlastungsangebote sowie eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern.